DRK Aktuell 20. Ausgabe

Mit der Einführung des neuen Berufsbildes der Notfallsanitäter im Jahr 2014 starteten wir schon im Oktober des gleichen Jahres in die Ausbildung für die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. Mit drei jungen Auszubildenden gehörte das Unternehmen damals zu den ersten Rettungsdiensten in Deutschland, die diesen Weg bestritten. Während viele andere Unternehmen dann im Jahr 2015 nachzogen, dauerte die Einführung des Ausbildungsmodells in manchen Bundesländern dagegen sogar noch bis ins Jahr 2017. Zu diesem Zeitpunkt konnte man in Hanau nicht nur schon die erste Erfolge feiern. Auch die Zahl der Ausbildungsplätze hatte sich erhöht: Ab 2015 fünf pro Jahr mit einem jährliche Starttermin im Oktober, über acht pro Jahr mit einem zusätzliRETTUNG chen Starttermin im April bis hin zu (einmalig geplant) rekordverdächtigen 16 Plätzen pro Jahr in 2022. Damals noch mit mindestens einem Ausbildungsplatz pro rund um die Uhr im Dienst befindlichem Rettungswagen bemessen, folgte im Jahr 2024 der nächste Paukenschlag: Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt sich bundesweit verschlechternden Personalsituation im Rettungsdienst wurde die gesetzliche Regelung angepasst. So bemisst sich die Zahl vorzuhaltender Ausbildungsplätze zukünftig anhand der regelhaft besetzten Schichten. Das brachte ab dem Jahr 2025 eine Anhebung auf 24 Plätze pro Jahr mit sich, so dass sich in der Summe über drei Jahre gesehen nunmehr 72 Auszubildende auf die spätere Tätigkeit als Notfallsanitäter vorbereiten werden. Geschäftsführer Stefan Betz bezeichnet dies als entscheidende Wende auf dem Arbeitsmarkt im Rettungsdienst: „Die anfängliche Zahl an Ausbildungsplätzen konnte den Bedarf nicht annähernd decken: Eine stetige Erweiterung der rettungsdienstlichen Vorhaltung in Kombination mit einer normalen Fluktuation durch personelle Abgänge, Vollgas in der Notfallsanitäterausbildung Fünf neue Freiwillige sind Anfang September in ihr Soziales Jahr als Rettungssanitäter gestartet: Henri Kolb, Annkathrin Weiss, Jacques Harzer, Justus Leininger, Daniel Volodichev (v.l.n.r.) 8

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